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Rattige Gedichte

Rätzchens große Reise

An einem schönen Sonntagmorgen, wir schliefen fest und ohne Sorgen,
gar würzig-mild man glaubt es kaum, der Käse ward in süßem Traum.
Doch plötzlich werden wir geweckt und in die Reisebox gesteckt.

Bei Vogelsang und Sonnenschein geht`s in die große Welt hinein.
Welch lohnend Ziel wird uns erwarten? Da halten wir vor einem Garten.
Das freut uns sehr, doch ist es schwül, ein Trank erfrischt, ist klar und kühl.

Gestärkt und voller Tatendrang geht´s nun den großen Ast entlang.
Der "Zeki" eilt mit schnellem Schritt, doch ruft sein Freund: "Ich komm nicht mit!
Der Baum ist hoch, der Boden fern, ich glaub, dass hab ich nicht so gern."

"Hör auf zu jammern, guter Freund, hast nicht auch du davon geträumt,
zu sitzen unterm Blätterdach, doch deine Nerven, die sind schwach.
So lass uns umdrehn, abwärts laufen, dann können wir in Ruh verschnaufen."

Der Abend naht, mit ihm die Kühle, die schnell vertreibt des Tages Schwüle.
Der Ratzenausflug ist nun aus: Ihr Beiden, nun geht es nach Haus!
Das rote Licht sie sanft umfächelt, im Schlafe ihr zufrieden lächelt....

(Katrin Klauschke 2002)

 

Das nächste Gedicht habe ich für meine über alles geliebte Odette geschrieben, die im Alter von 1,2 Jahren plötzlich verstarb.

Diese Zeilen halfen mir sehr bei der Trauerbewältigung und sollen anderen Rattenfreunden Mut machen, offen über ihren Kummer zu spechen.

Erinnerungen

Ich holte dich im Herbst im späten, als draussen starke Winde wehten.
Aus Hamburg kamst du, warst sehr schroff, aus manchem Biss das Blute troff.
Wie oft hab ich auf dich geflucht und deine Freundschaft nicht gesucht.

Der Winter ging, der Frühling kam, zwei Herzen wurden endlich warm.
Ein zartes Band, Freundschaft genannt, so nach und nach uns sanft verband.
Sehr glücklich wurden wir sogar, Odette und ich, ein knappes Jahr.

Fast täglich gab es was zu lachen, was triebst du auch für lustig Sachen!
Im Obstkorb gab`s früh was zu holen, dann ward gebuckelt wie ein Fohlen,
hast oft beim Duschen zugeschaut, im Freigang mir stets voll vertraut.

Ein Tag im Herbst, es war recht kalt, du warst grad 14 Monde alt...
Dein Herzchen hörte auf zu schlagen, weshalb kann ich bis heut nicht sagen.
Ich senkte dich ins kühle Grab, ein Teil von mir mit dir verstarb.

Doch plötzlich reisst der Himmel auf, ungläubig schaue ich hinauf.
In gleißend Licht erstrahlt das Land, ein Regenbogen weit sich spannt.
Odette wird nun hinübergehen und nachts als Stern am Himmel stehen.

(Katrin Klauschke 2002)