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Farbrattenzucht vom Schloss Dracula

 Meine Zuchtkriterien: 

 

Heute möchte ich damit beginnen, meine Gedanken darzulegen WARUM ich gerade so züchte, wie es es seit vielen Jahren tue.

Mein wichtigster Punkt ist: Die Ratten sind meine Freunde und diese behandelt man mit Respekt und Liebe, erst dann werden sie einem ihr kleines Herz auf Lebenszeit schenken, Trauer und Freude mit einem Teilen und das eigene Dasein verschönern. Um dieses Geschenk und das Glück mit anderen zu teilen, habe ich vor12 Jahren angefangen zu züchten. Ich lege Wert auf zahme Tiere, die auch gut für Kinder und Anfänger geeignet sind. Deshalb beschäftige ich mich vom ersten Tag an mit den Welpen, erst nur wenige Augenblicke, mit fortschreitendem Alter immer länger. Die Kleinen mit ihrer Mutter geniessen, sobald sie sehen können, täglichen Auslauf auf dem Sofa, erhalten Spielzeug und ausgiebige Knuddelstunden mit mir. Interessenten sind ab der 3. Lebenswoche herzlich eingeladen, uns zu besuchen.

Da ich sehr schonend züchte, um einen bestmöglichen Schutz der Ratten zu gewährleisten, wird eine Rättin NIE!!!! vor dem 5. besser  noch 6.Lebensmonat bedeckt werden, denn erst zu diesem Zeitpunkt sind die Tiere ausgewachsen.Ich habe festgestellt, dass die Ratten ihre Jugend geniessen und menthal viel besser die Geburt verkraften, sowie die anschließende anstrengende Aufzucht, wenn sie etwas "reifer" sind. Biologisch könnten sie ab dem 2. Monat Babys austragen, aber sollte man z.B. einem 10/12 jährigen Mädchen so etwas zumuten? Das nämlich wäre der Vergleich. Manche Züchter oder welche, die sich so betiteln, verpaaren ihre Tiere bereits mit 14 Wochen (3 1/3 Monate!), das entspräche einem Jugendlichen von 15 Jahren! Auch ein Deckalter von 4 Monaten ist für mich undenkbar!

Die Rättin wird in ihrem Leben nur 1-2 Würfe haben, wobei eine Pause von 3 Monaten zwischen den Geburten eingehalten wird, sollte die Rattendame ein 2.Mal zur Zucht herangezogen werden. Züchter, die ein 3. oder 4. Mal ihre Tiere belegen lassen, entsetzen mich. Man sollte bedenken, wie kurz ein Rattenleben ist.... Zahme Farbratten mit Wildratten zu vergleichen (z.B. mit solchen Sprüchen: Eine Wildratte trägt auch kein Schild um den Hals: Ich hatte schon 2-3 Würfe, besteige mich nicht oder Ich bin schon 1 Jahr, besteige mich nicht) ist absurd. Die wilden Verwandten unserer Heimtierratten müssen früh und schnell Nachwuchs "produzieren", da ein Leben dieser Tiere nur etwa 1-1 1/2 Jahre währt, wer schwächelt ist in freier Natur nämlich schnell weg vom Fenster. Außerdem überleben pro Wurf etwa nur ca. 1-2 Tiere. Anders bei unseren Heimratten: diese bringen im Schnitt 8-12 Babys zur Welt (im Vergleich: eine Wildratte 6-8), manchmal sogar 18!, die meist überleben. Ein guter Züchter weiss, wie man tragende und säugende Rättinen ernährt und wird später die Welpen auch zufüttern. Schwächlinge, die die Mutter aussondert, werden von mir nicht gepäppelt. Tiermütter verfügen über gute Instinkte und wissen, welche der Kleinen eventuell schwach oder kränklich sind, meist werden diese Babys auch gefressen, wobei die Mutter die Nährstoffe dieser Welpen für sich verwertet.

Das Mindestdeckgewicht für meine Rättinen beträgt 300g, da ich Bonsairattenzucht ablehne. Für die Herren der Schöpfung habe ich mindestens 450g festgelegt.

Ich persönlich habe nur hin und wieder einen Wurf (ganz selten auch 2 Würfe auf einmal), da ich meine Tiere gut unterbringen möchte (leider stösst man auch bei sich nett gebenden Interessenten hin und wieder auf "faule Eier") wo sie ein artgerechtes, fröhliches Leben führen können. Ich möchte mich weder profilieren, noch aus Geldgier Ratten züchten, denn ich bin weder ein Harz IV Empfänger, der seine Börse aufbessert, noch eine frustrierte Hausfrau, die Langeweile hat. Wer jeden Monat Tiere "produzieren" muss und dann gleich 2,3 oder mehr Würfe, fällt bei mir in die Kategorie Massenvermehrer, denn man bedenke, selbst wenn man viel Zeit hat, kann man unmöglich 30 und mehr Rattenwelpen bespassen und bekuscheln, ihren Bedürfnissen gerecht werden, geschweige sich gut um den Rest der Ratten kümmern und um eventuell andere Tiere, die noch im Haushalt leben.

Fortsetzung folgt